Mitarbeiter-Storys

Daniel Amedick ist 42 Jahre alt und in Paderborn geboren und aufgewachsen. Nach einem zunächst begonnenen Lehramtsstudium entschied er sich für einen beruflichen Neuanfang. Über eine Umschulung kam er zu Mettenmeier – und fand dort schließlich seine heutige Aufgabe als Dozent. Im Interview erzählt er von seinem beruflichen Weg, der Umschulung und seinem Arbeitsalltag.

Daniel, erzähl uns zunächst etwas über dich und deinen beruflichen Werdegang.

Ich heiße Daniel Amedick, bin 42 Jahre alt und ein echtes Paderborner Kind. Ich bin hier geboren und aufgewachsen und habe mein Abitur am Reismann-Gymnasium in Paderborn gemacht.
Direkt nach der Schule habe ich ein Lehramtsstudium mit den Fächern Geschichte und Mathematik begonnen. Während meines Studiums habe ich nebenbei bei einem Getränkegroßhandel gearbeitet und zusätzlich im Bereich Mathematik Nachhilfe gegeben.
Irgendwann habe ich gemerkt, dass mein Studium ins Stocken geraten war. Ich habe es nicht mehr so ernst genommen, wie ich es eigentlich hätte tun sollen, und bin schließlich aus der Regelstudienzeit herausgefallen. Gleichzeitig hat mir das Studium immer weniger Spaß gemacht. Deshalb habe ich mich zunehmend auf meine Arbeit und die Nachhilfe konzentriert.
Irgendwann habe ich mich dann mit meiner Freundin zusammengesetzt und über die Zukunft nachgedacht. Dabei wurde mir klar, dass ich eigentlich nicht mehr als Lehrer im klassischen Schulbereich arbeiten wollte. Deshalb habe ich mich an die Agentur für Arbeit gewandt, um herauszufinden, welche beruflichen Möglichkeiten für mich infrage kommen.
Ich hatte dort mit Herrn Specker einen äußerst kompetenten Ansprechpartner. Ich habe sechs Tests absolviert, die sich über einen ganzen Tag erstreckten. Dabei stellte sich heraus, dass der Bereich Bildung und Lehre grundsätzlich sehr gut zu mir passt. Als mögliche Berufe wurden mir unter anderem verschiedene Tätigkeiten vorgeschlagen – darunter auch der Beruf des Geomatikers.
Von diesem Beruf hatte ich vorher noch nie gehört. Ich habe mich deshalb näher damit beschäftigt und fand das Tätigkeitsfeld sehr interessant. Gemeinsam mit Herrn Specker wurde dann der Kontakt zu Mettenmeier hergestellt. Ich habe mich beworben, hatte mein Vorstellungsgespräch bei Manja und Luis und wurde kurz darauf eingestellt.

Wie kam es dann zur Umschulung?

Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass für mich auch eine verkürzte Umschulung infrage kommen könnte. Durch mein vorheriges Mathematikstudium hatte ich bereits einen Teil der notwendigen Inhalte abgedeckt. Außerdem hatte ich regulär in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt, sodass die Voraussetzungen für eine Umschulung gegeben waren.
Die regulär dreijährige Ausbildung konnte ich dadurch auf zwei Jahre verkürzen. Ich habe sozusagen das erste Ausbildungsjahr übersprungen und bin direkt ins zweite Lehrjahr eingestiegen.
Da ich mein Studium nicht mehr weiterführen wollte, war die Umschulung für mich der richtige Schritt – und ich habe diese Entscheidung nicht bereut.

Wie hast du die Umschulung erlebt?

Die Umschulung hat mir sehr gut gefallen. Unsere Berufsschule war in Bonn, und ich hatte dort eine fantastische Klasse. Mit einigen Mitschülerinnen und Mitschülern habe ich bis heute regelmäßig Kontakt.
Das Lernen hat wirklich Spaß gemacht. Auch im Betrieb wurde ich schnell in die normalen Arbeitsprozesse eingebunden. Nachdem ich mich mit dem System vertraut gemacht hatte, habe ich schon nach relativ kurzer Zeit Praktikanten betreut, neue Kolleginnen und Kollegen eingearbeitet und Hospitierende begleitet. Das hat mir von Anfang an viel Freude gemacht. Ich habe schon immer gerne Wissen vermittelt und anderen etwas erklärt.

Wie bist du schließlich zu deiner heutigen Tätigkeit als Dozent gekommen?

Gegen Ende meiner Umschulung erfuhr ich, dass die Stelle als Dozent bald frei werden würde. Man fragte mich, ob ich mir vorstellen könne, diese Aufgabe zu übernehmen. Nach einer kurzen Bedenkzeit habe ich mich natürlich auch mit Volker (Dozent bei Mettenmeier) zusammengesetzt und mir genau angeschaut, was er in seinem Arbeitsalltag macht. Ich durfte ihn bei seinen Abläufen begleiten und bin sogar mit ihm zu einer Schulung nach Aachen gefahren. Dabei konnte ich ihm über die Schulter schauen und den gesamten Aufgabenbereich kennenlernen. Sehr schnell habe ich gemerkt: Das ist genau das, was ich machen möchte. Ich bin weiterhin im Bildungsbereich tätig, kann mein Wissen weitergeben und lerne jeden Tag neue Menschen und neue Gegebenheiten kennen. Ich fahre zu Kunden und schule sie direkt auf ihren Systemen. Dadurch lerne ich ständig neue Arbeitsabläufe, Städte und Menschen kennen. Für mich ist das ein absolut geniales Arbeitskonzept.

Wie hat sich dein Aufgabenbereich inzwischen entwickelt?

Mein Aufgabenbereich hat sich deutlich erweitert, nachdem Volker in seinen wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Er ist zwar weiterhin für das Unternehmen tätig, aber nicht mehr in demselben Umfang wie zuvor. Heute koordiniere ich viele Abläufe, gebe selbst Schulungen und arbeite mich weiterhin in Themen ein, die mir bisher noch nicht vollständig vertraut sind. Aktuell beschäftige ich mich beispielsweise intensiver mit dem Rohrmanagement und dem Bereich Kanal. Außerdem koordiniere ich auch Schulungen anderer Kolleginnen und Kollegen. 

Was macht dir an deiner Arbeit als Dozent besonders viel Spaß?

Ich glaube, es ist die Zweiteilung meiner Arbeit. Auf der einen Seite gibt es die Zeiten im Büro. Dort bereite ich mich auf neue Themen vor, spreche mit Kunden und kümmere mich um organisatorische Aufgaben. Auf der anderen Seite fahre ich zu den Kunden. Dort muss ich mich zunächst in das jeweilige System einarbeiten und mich auf die Gegebenheiten vor Ort einstellen. Gleichzeitig verbringe ich mehrere Tage mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ich lerne dadurch sehr viele neue Menschen und Städte kennen. Das ist ein ganz großer Vorteil meines Berufs.

Gibt es eine Begegnung mit einem Teilnehmer, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Es ist immer schön, Menschen nach einer Schulung wiederzusehen. Seit knapp einem Jahr bin ich als Dozent tätig und dabei sind mir einige Begegnungen besonders in Erinnerung geblieben. Zu Beginn jeder Schulung bitte ich die Teilnehmenden, einen Fun Fact über sich zu erzählen – ich mache natürlich den Anfang und erzähle von meiner Sneaker-Sammlung mit über 200 Paaren. Dadurch entstehen oft spannende Gespräche: Ein Teilnehmer hatte Forensik studiert, ein anderer war Mitglied einer Mofa-Gang und wieder jemand anderes spielte als Bassist in einer Metalband auf Festivals. Genau diese unterschiedlichen Geschichten und Persönlichkeiten machen die Arbeit mit Menschen für mich so spannend.

Wie war dein erster Tag bei Mettenmeier?

Mein erster Tag ist mir auf jeden Fall in Erinnerung geblieben. Ich kam in ein Büro mit vier Arbeitsplätzen und habe mich zunächst ehrlich gesagt nicht besonders wohlgefühlt. Es war irgendwie ein beklemmendes Gefühl. Das war völlig neu für mich. Ich hatte vorher eher große Räume gekannt und mit vielen Menschen zusammengearbeitet – beispielsweise auch an der Universität, wo man sich in der Bibliothek getroffen hat. Aber ich bin sehr schnell mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen warm geworden. Dadurch war dieses flaue Gefühl, das ich anfangs hatte, nach kurzer Zeit verschwunden.

Wie würdest du die Zusammenarbeit im Team beschreiben, wenn einmal etwas nicht nach Plan läuft?

Bisher kann ich dazu zum Glück noch nicht allzu viel sagen. Wir hatten beispielsweise einmal einen Kunden, der sehr kurzfristig abgesprungen ist, obwohl Hotel und Auto bereits gebucht waren. Niina und Hermann, die mich in meiner Tätigkeit sehr stark unterstützen, haben sich darum gekümmert, dass das Hotel und das Auto wieder abbestellt wurden. Auch wenn es einmal zu Verschiebungen kommt, beispielsweise bei Terminen, ist das für uns kein großes Problem. Natürlich ist es immer schön, wenn alles reibungslos läuft. Aber solche Herausforderungen gehören einfach dazu und lassen sich in der Regel gut lösen.

Wie unterstützt dich Mettenmeier bei deiner fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung?

Ich bekomme die notwendige Zeit, um mich in Themen einzuarbeiten, die ich noch nicht vollständig beherrsche. Dazu gehören aktuell beispielsweise das Rohrmanagement und der Bereich Kanal. Auch meine Sprachkenntnisse kann ich weiterentwickeln. Ich habe zum Beispiel eine Anfrage für eine Schulung in Guernsey erhalten. Mein Englisch geht bisher im Wesentlichen über das Schulenglisch hinaus nicht weiter – im Urlaub komme ich damit zwar gut zurecht, aber eine mehrtägige Schulung auf Englisch könnte ich aktuell noch nicht halten. Deshalb stellt mir Mettenmeier eine Weiterbildung zur Verfügung, um meine Englischkenntnisse gezielt weiterzuentwickeln. Das finde ich natürlich hervorragend.

Was zeichnet Mettenmeier für dich als Arbeitgeber aus?

Ich finde es großartig, dass ich viele unterschiedliche Kolleginnen und Kollegen ansprechen kann, die sich die Zeit nehmen, mir weiterzuhelfen. Gerade am Anfang habe ich eine Kollegin mehrfach angesprochen, weil ich mit den Fachschalen noch nicht so vertraut war. Aus dem Fachbereich werde ich zu Update-Schulungen mitgenommen, bekomme ich regelmäßig wichtigen Input und werde allgemein unterstützt. Viele Kolleginnen und Kollegen übernehmen auch Aufgaben für mich, beispielsweise die Betreuung des Schulungsmodells. Niina und Hermann unterstützen mich bei der Pflege von Antrago und nehmen mir dadurch viele Aufgaben ab. Gleichzeitig gilt natürlich auch: Wenn jemand mit Fragen oder Problemen auf mich zukommt und ich weiterhelfen kann, dann tue ich das gerne.

Beschreibe deinen Job in drei Worten.

Nicht jeder Tag gleich.

Und die Unternehmenskultur.

Freundlich | Hilfsbereit | Zielstrebig

Was würdest du Menschen sagen, die über eine Umschulung oder einen beruflichen Neuanfang nachdenken?

Fangt an, Dinge zu unternehmen. Ich habe diesen Schritt vielleicht zu spät gemacht. Ich habe mein Studium zu lange verfolgt – oder auch nicht wirklich verfolgt, je nachdem, wie man es sehen möchte. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, die Umschulung früher begonnen zu haben. Aber manchmal braucht man einfach eine gewisse Zeit. In jedem Studium und in jeder Ausbildung gibt es wahrscheinlich Durststrecken. Man muss für sich herausfinden, ob man diese überwinden kann und möchte. Wenn man aber merkt, dass es dauerhaft nicht mehr passt, sollte man die Reißleine ziehen und sich nach anderen Möglichkeiten umsehen. Die Möglichkeiten in unserer heutigen Welt sind gigantisch. Deshalb sollte man sich die Zeit nehmen herauszufinden, was wirklich zu einem passt und was man vielleicht ein ganzes Berufsleben lang machen möchte.

Wenn du auf deinen Weg vom Umschüler zum Dozenten zurückblickst: Worauf bist du heute besonders stolz?

In erster Linie bin ich stolz darauf, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Ich hätte mein Studium mit einer guten Jobgarantie und einem nicht schlechten Verdienst beenden können. Stattdessen habe ich mich entschieden, einen komplett anderen Weg einzuschlagen. Stolz bin ich auch darauf, dass ich heute ein kleines Team mitführe und dass es aktuell sehr gut läuft. Wir haben viele Aufträge, und mir macht mein Job absolut Spaß. Darauf bin ich besonders stolz.

Daniel Amedick, Dozent Smallworld-Schulungen

Daniel Amedick

Dozent

  • 42 Jahre
  • Paderborn
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